Aufgrund der Größe und der zumeist unpopulären Produkte kämpft die SHK-Branche bis heute vergebens um mehr mediale Aufmerksamkeit. Zum Leidwesen manch eines Managers ist das Image der SHK-Branche in der Öffentlichkeit immer noch von Toiletten und verstopften Abwasserrohren geprägt. Hersteller und Verbände arbeiten seit Jahren an einem attraktiveren Erscheinungsbild. Die Sanitärbranche schaffte es in den 90er Jahren über Design teilweise dem alten Mief zu entfliehen. Die Heizungsbranche definiert sich mittlerweile über den breiten Begriff der Wärme und bemüht sich zusehend die Umwelt und die Technologien der erneuerbaren Energien in den Fokus zu rücken.
Trotz dieser Imageprobleme übt die Haustechnik offenbar auf ihre Marktakteure einen ganz besonderen Reiz aus. Wer einmal im SHK-Markt aktiv war, geht der Branche nicht mehr verloren, sagen erfahrene Manager der Szene. Der Umgang unter den Wettbewerbern wird unter den Fachleuten vielfach als familiär beschrieben. Neuigkeiten sprechen sich schnell herum. 2010 handelten sich die Badausstatter wegen ihren manchmal allzu verbindlichen Umgangsformen eine saftige Kartellstrafe der EU ein. Die Brüssler Wettbewerbskommission bestrafte gleich 17 Hersteller der Sanitärbranche mit einem Bußgeld von insgesamt 622 Mio. Euro.
